In der früheren Sowjetrepublik Moldau (Moldawien) wurde die Direktwahl des Präsidenten 1990 abgeschafft. Da sich jedoch seit eineinhalb Jahren die Reformkräfte und Kommunisten im Parlament gegenseitig blockieren und Moldau kein gewähltes Staatsoberhaupt hat, sollte ein Referendum über die Wiedereinführung der Direktwahl entscheiden.
Offensichtlich hat es die Regierung, bestehend aus einer Vier-Parteien-Koalition, nicht geschafft, die Wähler zu mobilisieren. Die Wahlbeteiligung an der Volksabstimmung lag lediglich bei 30,98 Prozent. Damit das Ergebnis hätte zählen können, wäre eine Mindeswahlbeteiligung von 33,3 Prozent notwendig gewesen. Das teilte die Zentrale Wahlkommission mit.
Die Republik Moldau ist ein Nachbarland Rumäniens und zählt zu den ärmsten Ländern Europas.
(kat / dpa)


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