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Frau spricht mit ihrem Therapeuten

Mögliche Ursachen für Lern- und Verhaltensstörungen

17. Dezember 2015 • Gesundheit, Leben

Lern- und Verhaltensstörungen bilden sich bei uns meist schon im jungen Alter heraus. Für Erklärung haben in der Vergangenheit viele Modelle versucht zu sorgen. Das biopsychosoziale Modell gilt als besonders aktuell.

Das biopsychosoziale Modell

Das Konzept geht von verschiedenen Grundannahmen aus, die zu einer psychischen Störung führen können. Klar ist, dass sie alle in einer bedeutenden Wechselwirkung miteinander stehen. Allerdings ist es vollkommen individuell, wie und ob sich gewisse Aspekte auf eine Person auswirken oder nicht. Grund hierfür sind die Kontextbedingungen und die individuelle Empfindsamkeit eines jeden Menschen. Uns beeinflusst neben genetischen Aspekten vor allem auch unsere Umwelt. Während es im Frühkindsalter in erster Linie die Lernerfahrungen im Elternhaus sind, sind es später Freunde, Cliquen oder der Arbeitsplatz, der uns beeinflusst.

Die sechs Grundannahmen

1. Wir werden alle von der Umwelt unterschiedlich beeinflusst
2. Wir stehen in einer Wechselwirkung zwischen dem Ich und der Umwelt
3. Diese Wechselwirkungen hängen mit ökologischen Aspekten, wie der Familie und dem Freundeskreise zusammen
4. Wir alle agieren aktiv, die Einflüsse aus der Umwelt werden von uns verarbeitet und können dazu führen, dass sich unser Verhalten ändert
5. Wir alle beeinflussen unsere Erfahrungen aktiv, denn unser Umfeld suchen wir uns selbst aus
6. Wir alle verändern uns über die Zeit. Gründe hierfür sind genetische Faktoren und Einflüsse aus der Umwelt
Für diese sechs Aspekte sorgte eine ausführliche empirische Untersuchung!

Prävention

Zur Vorbeugung stark beeinflussender Störungen sind sowohl die verschiedenen Ebenen als auch die frühe Intervention von hoher Bedeutung. Gerade in der Kindheit müssen die Heranwachsenden beobachtet werden. Ein Vertrauensaufbau ist deshalb ebenso wichtig wie das regelmäßige Gespräch über Freunde, Kindergarten, Schule etc. mit den Eltern. Denn durch die frühe Intervention können Risikofaktoren geschwächt werden.

Bild: Fotolia, 57762806, Africa Studio

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