
Merkel: Führungsstil verteidigt und kritisiert
Quelle: ddp / Steffi Loos
Kritiker Flath hält weiter an seinen Vorwürfen gegen Merkel fest
Auch Roland Koch forderte in der parteiinternen Diskussion um Merkels Führungsstil ein Umdenken. So sagte der stellvertretende Parteivorsitzende dem "Hamburger Abendblatt" mit Nachdruck, dass die "Vielstimmigkeit innerhalb der CDU" abnehmen müsse. Auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, stellte sich hinter die Kanzlerin und sagte, dass es besser wäre, "wenn mehr miteinander als übereinander gesprochen würde."
Dennoch verteidigte der sächsische CDU-Fraktionschef Steffen Flath seine öffentliche Kritik an Merkel. Gegenüber "Spiegel online" sagte Flath, dass es "viele positive Reaktionen" gegeben habe. Er und seine hessischen und thüringischen Amtskollegen Christean Wagner und Mike Mohring sowie Brandenburgs CDU-Fraktionsvize Saskia Ludwig hatten der Bundeskanzlerin einen "präsidialen Stil" vorgeworfen, der das Parteiprofil geschwächt habe. Das Offenlegen der Kritik kurz vor der Berliner Klausurtagung des CDU-Bundesvorstandes sei bewusst gewählt. "Wir haben nur eine Diskussion angestossen," so Flath.
(sch / dpa)

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