Massensterben: Millionen toter Fische bei Los Angeles entdeckt
Erneut überrascht ein mysteriöses Massensterben von Tieren die Wissenschaftler. Im Hafenbecken von Redondo Beach in der Nähe von Los Angeles treiben millionen Fischkadaver im Wasser. Der Gestank sei fürchterlich, berichten Schaulustige.
Millionen toter Sardinen wurden im Hafenbecken von Redondo Beach entdeckt (Symbolbild)
Quelle: dapd/ Sebastian Willnow
In den USA hat sich erneut ein Massensterben von Tieren ereignet. Im Hafenbecken von Redondo Beach (rund 25 Kilomter südlich von Los Angeles) wurden Kadaver von vermutlich millionen Sardinen gefunden. Laut der Hafenbehörde bedecken sie bis zu einem halben Meter hoch gestapelt den Meeresgrund und treiben so dichtgedrängt an der Oberfläche, dass einige Schiffe nicht auslaufen konnten. Mitarbeiter versuchen mit Netzen, Eimern, Schubkarren und Baggern die vielen Kadaver einzusammeln. Bei einer Lufttemperatur von 20 Grad verwesen die Fische sehr schnell und US-Behörden befürchten Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung, wenn der Abtransport nicht sehr schnell geschieht.
Der Gestank sei unerträglich, berichten die Schiffseigner. Trotzdem hatten sich hunderte Schaulustige eingefunden, auch tierischer Art. Für Möwen und Pelikane war das Ereignis ein Festessen.
Flucht vor Sturm möglicherweise Grund
Ein möglicher Grund für das Massensterben sei ein Sturm, vermutet die kalifornische Fischereibehörde. Die Tiere könnten sich vor dem Sturm im Hafenbecken in Sicherheit gebracht haben und hätten dann nicht wieder herausgefunden. Als der Sauerstoff aufgebraucht war, erstickten die Fische. Bei Messungen wurde ein Sauerstoffgehalt gegen null im Hafenbecken festgestellt.
In den letzten Monaten war es vermehrt zu einem Massensterben bei Vögeln und Fischen gekommen.
(mas)
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