Gegen ihre Fressfeinde hat sich die Afrikanische Mähnenratte etwas geniales einfallen lassen, sie kaut die Rinde einer hoch-giftigen Pflanze und speichert den toxischen Speichel dann in den Haaren ihres auffallenden Rückenkamms. Das Gift ist so toxisch, dass wenn ein Hund in das kaninchengroße Tier beißen sollte, er sofort sterben würde.
Nur die Berührung des Tiers kann tödlich sein, auch für Menschen
Das Gift das die Ratte benutzt, ist das Gift der Acokanthera-Pflanze. Auch Menschen würden an dem Stropanthin innerhalb von 15 bis 20 Minuten sterben. Die bloße Berührung des Haarfeld reicht aus um das herzschädigende Gift im Körper wirken zu lassen. Die Afrikanische Mähnenratte ist das erste bekannte Tier, dass sich das Gift aus zweiter Hand verschafft.
Die Forscher wissen nicht wie das Gift ins Blut gelangt
Das Gift ist immer noch ein Mysterium für die Forscher, da noch nicht entdeckt wurde, wie das Gift überhaupt die Haut durchdringen kann. Möglicherweise ist die Kombination aus Gift und Speichel des Tieres auch die Ursache für den Transport des Giftes durch die Haut. Ebenso ist unverständlich, warum die Ratte selbst gegen das Gift immun ist "Die Details dieser außergewöhnlichen Beziehung zwischen Säugetier und Pflanze erfordern noch weitere Forschungen. Unsere Beobachtungen demonstrieren jedoch beispielhaft die evolutionäre Macht der Räuber, bei ihren Beutetieren sehr ungewöhnliche Verteidigungsstrategien hervorzubringen" sagte einer der Forscher. (jra / dapd)

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