"Ich sehe keine Grundlage für einen Beschluss.", sagte Helmut Rau (CDU) der "Stuttgarter Zeitung". Hintergrund der Kritik ist ein Streit um die Interpretation der Testergebnisse des Jahres 2006 zwischen dem deutschen PISA-Konsortium und den PISA-Forschern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Die Ergebnisse der PISA-Studien aus verschiedenen Jahren sind nicht vergleichbar
Die OECD veranstaltet den internationalen Schülervergleich. Das deutsche Konsortium hatte im Vergleich zu den Test aus den Jahren 2003 und 2000 deutliche Verbesserungen bei den Schülerleistungen vor allem in den Naturwissenschaften festgestellt. Die Forscher der OECD hatten die Test jedoch als nicht vergleichbar bezeichnet.
Die deutschen Kultusminister mahnten in der Folge die OECD zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit der Tests an. Die Empfehlung Raus, nicht mehr an der Studie teilzunehmen, resultiert aus der fehlenden Reaktion der OECD auf die deutsche Anfrage. Eigenen Angaben zufolge sieht Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau es nunmehr: "...nicht als gewährleistet an, dass die Organisation angemessen auf die Belange ihrer Partnerländer Rücksicht nimmt."
(svp / dpa)

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