Körting sagte der "Berliner Morgenpost", dass die Einmischung der türkischen Regierung hinsichtlich in Deutschland lebender Türken sowohl kultureller als auch politischer Natur sei. Der Innensenator nannte als Beispiel den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan am Ort der Brandkatastrophe in Ludwigshafen vor fast zwei Jahren. Bei dem Brand kamen neun Menschen türkischer Herkunft ums Leben.
Türkei erschwert Integration in Deutschland
Die Rede von Erdogan in Köln vor 20 000 Menschen sei ebenfalls nicht hilfreich für die Integration gewesen. Körting sagte: "Der türkische Staat begreift die Auswanderer noch immer als Bürger seines Landes. Das geht nicht." In Berlin seien bereits 80 000 Türken eingebürgert, während 140 000 Berliner noch immer einen türkischen Pass hätten.
Körting reagiert mit seinen Aussagen auf die aktuelle Debatte zur Integration in Berlin. Thomas Heilmann (CDU) hatte eine Zuzugssperre für Ausländer gefordert. Der Diktion von Körtings, dass sich Berlin als Einwandererland verstehe, widersprach der Berliner CDU-Vize, um weiteren Zuzug nicht zu befödern.
(bha / dpa)

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