
Körperscanner soll zeitnah eingeführt werden
Quelle: ddp/ Schiphol TV
Polizei unterstützt die Einführung des Körperscanners
Die Polizei würde eine schnelle Einführung des Körperscanners an deutschen Flughäfen begrüssen. So sprach sich der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, für eine Nutzung aus. "Wir haben seit Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass es Mängel bei den Sicherheits-Kontrollen an unseren Flughäfen gibt. Es gab Realtests von Bundespolizisten, bei denen Beamte versucht haben, mit ihren Waffen durch die Sicherheitsschleusen zu kommen. Leider gab es teilweise eine Erfolgsbilanz von 30 Prozent - zu Lasten der Sicherheit" so Freiberg gegenüber der "Berliner Morgenpost".
Datenschutzbeauftragte kritisieren die Einführung
Die Einführung des Körperscanners stösst aber nicht überall auf Wohlwollen, so weist der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, auf die Nachteile der neuen Technologie hin. "Die Möglichkeiten, mit dem Körperscanner mehr Sicherheit zu schaffen, sind sehr reduziert." Es sei "trotzdem möglich, Waffen oder andere Sprengstoffe in das Flugzeug reinzubringen - auch mit diesem Scanner." Zudem werde "ganz massiv in die Persönlichkeitsrechte eingegriffen, und das halte ich für sehr, sehr fragwürdig und problematisch, auch Gesundheitsinformationen - unter Umständen ein Herzschrittmacher, ein künstlicher Darmausgang oder andere Dinge - offen gelegt" werden. "Und das ist sehr, sehr peinlich."
(riw / dpa)

Keine Kommentare
Drucken
Versenden


zum Bildarchiv

mehr Schlagzeilen





Kommentar schreiben