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3. Januar 2010, 10:06 Uhr
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Schavan

Körperscanner soll zeitnah eingeführt werden

Nach den Vorfällen zuletzt in Detroit scheint die Politik der Einführung des Körperscanners erheblich offener gegenüber zu stehen. Jetzt wird sogar das Tempo forciert, um die Körperscanner möglichst bald einsetzen zu können.
Körperscanner soll zeitnah eingeführt werden
Körperscanner soll zeitnah eingeführt werden
Quelle: ddp/ Schiphol TV
Noch im vergangenen Jahr wurde die Einführung des Körperscanner als Eingriff in Privatsphäre von Personen von der politischen Agenda gestrichen. Mit den neuesten Vorfällen, wie vor wenigen Tagen in Detroit, wo ein Mann Pulver am Bein befestigt in das Flugzeug schmuggeln konnte, hat ein Umdenken stattgefunden. Mittlerweile wird sogar das Tempo forciert, um den Körperscanner möglichst bald effektiv an Flufhäfen einsetzen zu können. Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat dafür schon einen festen Termin in Kopf. "Wir sind zuversichtlich, dass wir im Sommer Forschungsergebnisse für eine ganz neue Generation von Körperscannern vorstellen können." meinte die Ministerin gegenüber der "Bild am Sonntag"

Polizei unterstützt die Einführung des Körperscanners

Die Polizei würde eine schnelle Einführung des Körperscanners an deutschen Flughäfen begrüssen. So sprach sich der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, für eine Nutzung aus. "Wir haben seit Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass es Mängel bei den Sicherheits-Kontrollen an unseren Flughäfen gibt. Es gab Realtests von Bundespolizisten, bei denen Beamte versucht haben, mit ihren Waffen durch die Sicherheitsschleusen zu kommen. Leider gab es teilweise eine Erfolgsbilanz von 30 Prozent - zu Lasten der Sicherheit" so Freiberg gegenüber der "Berliner Morgenpost".

Datenschutzbeauftragte kritisieren die Einführung

Die Einführung des Körperscanners stösst aber nicht überall auf Wohlwollen, so weist der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, auf die Nachteile der neuen Technologie hin. "Die Möglichkeiten, mit dem Körperscanner mehr Sicherheit zu schaffen, sind sehr reduziert." Es sei "trotzdem möglich, Waffen oder andere Sprengstoffe in das Flugzeug reinzubringen - auch mit diesem Scanner." Zudem werde "ganz massiv in die Persönlichkeitsrechte eingegriffen, und das halte ich für sehr, sehr fragwürdig und problematisch, auch Gesundheitsinformationen - unter Umständen ein Herzschrittmacher, ein künstlicher Darmausgang oder andere Dinge - offen gelegt" werden. "Und das ist sehr, sehr peinlich." (riw / dpa)
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