Afghanistan
Konferenz: Strategiewechsel für den Frieden
Beschleunigung bei der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte und Aussteigerprogramme für gemässigte Taliban - Mit diesen Strategien will die Staatengemeinschaft laut Abschlusserklärung der Afghanistan-Konferenz Fortschritte bei der Stabilisierung des Landes erreichen.
Konferenz: Strategiewechsel für den Frieden
Quelle: ddp / Michael Kappeler
Acht Jahre nach dem Sturz der Taliban haben sich die Vertreter von 70 Ländern auf der internationalen Konferenz in London auf eine neue Strategie für Afghanistan geeinigt. Die heute veröffentlichte zehnseitige Abschlusserklärung hebt vor allem zwei Eckpunkte hervor: Zum einen soll die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte stärker ins Zentrum der internationalen Bemühungen gerückt werden, um möglichst bald die Verantwortung für die Sicherheit im Land an die Afghanen übergeben zu können. Zum anderen soll durch ein Aussteigerprogramm für gemässigte Taliban-Kämpfer der Nachwuchs für die Aufständischen eingeschränkt werden.
Afghanistan-Konferenz: Neue Strategie und Forderungen an Karsai
Aber auch die afghanische Regierung soll stärker in die Pflicht genommen werden. Afghanistans Präsident Hamid Karsai wurde dazu aufgerufen, stärker gegen die Korruption im Land vorzugehen. Die fortschritte auf diesem Gebiet sollen künftig regelmässig überprüft werden. Aussenminister Guido Westerwelle zeigte sich mit dem Ergebnis der Konferenz zufrieden. Es handele sich um einen "strategischen Neuanfang" der auch den von der Bundesregierung angepeilten vollständigen Abzug der Bundeswehrsoldaten bis 2014 möglich erscheinen lasse, sagte Westerwelle in London.
(fgr / dpa)
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