
Zu viele SMS verschicken macht krank.
Quelle: ddp / David Hecker
Jennie Caroll, Dozentin für Projektmanagement in Melbourne, habe in einer seit 2001 laufenden Studie Krankheiten entdeckt, die vor allem Teenager beim simsen heimsuchen können. Zu den Krankheiten gehören zum Beispiel "Textaphrenie", was soviel heisst wie zwanghaftes Nachprüfen, ob eine SMS angekommen ist. Ausserdem entwickelten manche den festen Glauben, sie hätten ihr Nachrichtenton gehört oder eine Handy-Vibration gespürt.
Ähnlich horrormässig ist die "post-traumatische Texttsörung", wonach Teenies z.B. gegen Wände oder Stangen laufen, nachdem sie eine SMS verschickt haben. Oder aber "Tangstgefühle", gemeint sind Angsgefühle, wenn längere Zeit keine SMS eintrifft oder auch Angst vor Ablehnung. Schlimm ist auch das "Koma-Texten", dabei werden unzählige SMS verschickt, nur um Anerkennung und möglichst viele reaktionen zu erhalten.
Laut Jennie Caroll schreien diese Teenager formlich nach Aufmerksamkeit. Das simsen sei ein lauter Hilfeschrei, mit regelmässigen persönlichen Kontakten und Treffen sowie klaren Ansagen der Eltern könne man aber dagegensteuern.
(kat / dpa)

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pieck schreibt:
1. Juli 2010, 11:47 Uhr
ich habe das Gefühl, dass da mal wieder jemand Korellation und Kausalität verwchselt hat…
Das Gefühl eine SMS bekommen zu haben, obwohl keine da war, kenne ich auch. Das kann sicherlich von zu viel SMSen kommen. Aber die anderen hier beschriebenen Symptome scheinen mir eher eine gemeinsame Ursache mit vile texten zu haben. Ich hatte aus anderem Grund eine Weile (etwa ein Jahr lang) viel getextet und die Symptome (außer den Fehlgefühlen, eine Nachricht sei eingetroffen) hatten sich nicht eingestellt. Das scheint mir genauso dumm, wie die Diskussionen um Killerspiele - nicht die Killerspiele verursachen etwas, sondern ihr übermäßiger Konsum ist Symptom für Einsamkeit und Alleingelassenheit…