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Klimawandel: Auch die Lebensmittelvergeudung ist schuld

Klimawandel: Auch die Lebensmittelvergeudung ist schuld

21. April 2016 • Panorama

Volle Supermarktregale, Lebensmittel im Überfluss und das zu einer Top-Qualität. Das hier eine Menge übrig bleibt und weggeworfen wird, verwundert nicht. Doch die Verschwendung fängt nicht erst am Ende der Kette beim Verbraucher an, sondern beginnt schon viel früher. Tonnenweise landet Nahrung im Müll, Transport und Lagerung verbrauchen dennoch wertvolle Ressourcen und belasten somit die Umwelt.

Wo und wie wird der enorme Müllberg an verdorbenen Essen verursacht?

Der Klimaschutz ist ein Thema, welches auch an niemandem vorbeigeht. Schaut man einmal in die Bio-Tonne und überlegt, was man eigentlich alles wegwirft, so mag es auf den ersten Blick nicht viel erscheinen. Tatsache aber ist, dass gerade private Haushalte für 40 Prozent der Müllberge verantwortlich sind. Meist ist hier ein falsches Einkaufsverhalten schuld. Natürlich geht der Kreislauf der weggeworfenen Lebensmittel bereits in der Produktion los. Das gilt vor allem für leicht verderbliche Produkte wie Gemüse, Obst oder Backwaren. Um die Berge verdorbenen Essens zu reduzieren, sind jedoch alle Stationen von der Herstellung über den Transport und die Lagerung bis hin zum Endverbraucher gefragt. Doch auch Supermärkte und Restaurants sind verantwortlich für die weggeworfenen Lebensmittel. Die Karotte, die nicht der Güteklasse A entspricht, weil sie vielleicht krumm gewachsen ist, landet nicht auf den Tellern der Gäste. Der Joghurt, der das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, wird weggeworfen, obwohl er qualitativ noch völlig in Ordnung ist.

Der Klimawandel steht in direkter Abhängigkeit zur Wegwerfgesellschaft

Werfen Sie das trockene Brot oder die matschige Banane in den Müll, so machen Sie sich vielleicht erst einmal keine Gedanken darüber, wie das das Klima belasten könnte. Doch der harmlose, ja schon alltägliche Vorgang des Wegwerfens von Lebensmitteln hat durchaus seine negativen Auswirkungen auf unser Klima. Verantwortlich hierfür sind Treibhausgase, die die Ozonschicht belasten und schlussendlich zu einer Erderwärmung und zu Naturkatastrophen führen. Das schädliche Gas wird vom Anfang bis zum Ende der Produktionskette ausgestoßen, von der Düngung bei Obst und Gemüse, über die Lagerung bis hin zum Transport zu Ihnen als Endverbraucher.
Stellt man sich nun vor, dass die Banane, die mühsam angebaut und aus südlichen Regionen zu Ihnen transportiert wurde schließlich in der Bio-Tonne landet, so wurden die Treibhausgase sogar völlig umsonst ausgestoßen.

Jeder Einzelne zählt beim Klimaschutz

Um das Klima zu schützen, sollten Sie also möglichst wenig Nahrungsmittel wegwerfen. Das heißt, was Sie am Ende der Verbraucherkette tun können, ist, bewusst einzukaufen und leicht verderbliche Lebensmittel richtig zu lagern. Auch regionale Produkte, die keine langen Transportwege zurücklegen, dämmen den Klimawandel ein.
Übrigens: viele vermeintlich verdorbene Lebensmittel lassen sich wiederverwerten. Das trockene Brot kann beispielsweise als Paniermehl dienen, überreifes Obst kann zu einer leckeren Marmelade weiterverarbeitet werden, und wenn Sie die keimende Kartoffel nicht mehr essen wollen, nutzen Sie sie doch einfach als Putzmittel für Armaturen in Bad und Küche.


Bildquelle: Thinkstock, 126811297, Zoonar RF, Zoonar RF

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