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Kellermann: Frauen-Bundesliga muss professioneller werden

16. August 2019 • Fussball

Wolfsburg – Vor dem Start der neuen Frauenfußball-Saison hat Ralf Kellermann als Sportchef des deutschen Meisters VfL Wolfsburg eine Professionalisierung und mehr Investitionen für die Bundesliga gefordert.

Top-Clubs wie Schalke 04 oder Borussia Dortmund müsse man «die gesellschaftspolitische Dimension eines Engagements im Frauenfußball klarmachen», sagte er der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung» in einem Interview. «Mehr große Vereine führen zu einem professionelleren Auftritt der Liga, was wiederum weitere Vereine dazu animiert, sich professioneller aufzustellen.»

Clubs wie der 1. FC Köln oder Bayer Leverkusen, die bereits Frauen-Bundesligisten haben, sollten nach Ansicht Kellermanns ihren Aufwand erhöhen. «Noch immer kann man mit vergleichsweise geringem finanziellen Engagement im Frauenfußball viel erreichen», sagte er. Aber: Die Konkurrenz aus England, Frankreich oder Spanien wachse.

«Wir brauchen in Deutschland eine starke Liga – mit unseren Nationalspielerinnen und auch mit Top-Spielerinnen aus anderen Ländern», sagte der 50-Jährige. «Wenn die eigene Liga boomt, treten die Spielerinnen auch im Nationaltrikot mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein an – und man sieht die Unterschiede. Das WM-Halbfinale England gegen USA war ein Hammer-Spiel, mit wahnsinnigem Tempo. Das andere Halbfinale – Niederlande gegen Schweden – war, vorsichtig formuliert, etwas anderes.»

Fotocredits: Marcel Kusch
(dpa)

(dpa)

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