Karlheinz Förster bedauert Buchwalds Rücktritt

Stuttgart – Ex-Nationalspieler Karlheinz Förster hat im Streit zwischen dem Aufsichtsrat des VfB Stuttgart und Guido Buchwald Partei für seinen ehemaligen Mitspieler ergriffen.

Der 60-Jährige sagte der «Heilbronner Stimme»: «Wenn Guido so zum Rücktritt gezwungen wurde, dann ist das sehr zu bedauern. Dass dies jetzt auch noch passiert ist, ist sehr schade.» Aufsichtsratsmitglied Buchwald war beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten am Montag zurückgetreten. Zuvor hatte es Streit innerhalb der Führungsriege der Schwaben gegeben, wer an der sportlichen Misere schuld ist.

Das Wichtigste sei für die Mannschaft und für die Führungspersonen dahinter, in dieser prekären Situation Ruhe zu bewahren, sagte Förster. Der 81-malige Nationalspieler betreut als Spielerberater die VfB-Profis Daniel Didavi und Alexander Esswein und glaubt, dass die Stuttgarter in der Lage sind, «zumindest den direkten Abstieg abzuwenden».

Inmitten der sportlichen Krise hatte Buchwalds Rücktritt für weitere Unruhe bei den Schwaben gesorgt. «Nach reiflicher Überlegung und einer Nacht ohne Schlaf habe ich entschieden, von meinen Ämtern als Aufsichtsrat der VfB Stuttgart AG und Botschafter des VfB Stuttgart eV mit sofortiger Wirkung zurückzutreten», teilte der Fußball-Weltmeister von 1990 am 4. Februar mit.

Als Grund nannte er ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen im Aufsichtsrat. Das Gremium reagierte mit einer knappen fünfzeiligen Stellungnahme auf der Homepage des Tabellen-16.: «Der Aufsichtsrat nimmt den Rücktritt von Guido Buchwald zur Kenntnis und muss diese Entscheidung akzeptieren. Wir bedauern diese Entwicklung sehr», hieß es darin. Buchwald hatte im vergangenen November mit Kritik an VfB-Sportvorstand Michael Reschke für Aufsehen gesorgt.


(dpa)

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