Seine Entscheidung, die nach einem fast zwei Stunden andauernden Gespräch mit Bundestrainer Jogi Löw und Torwarttrainer Andreas Köpke, gefällt wurde, war von vielen Experten bereits im Vorfeld erwartet worden. Damit ist der Kampf um das deutsche Tor vollkommen neu entbrannt. Als potenzielle Nachfolger gelten Robert Enke (Hannover 96), Manuel Neuer (Schalke 04) und Rene Adler (Bayer Leverkusen). Aber auch Roman Weidenfeller (Dortmund) und Tim Wiese (Bremen) sind nicht vollkommen aus dem Rennen.
Für Jens Lehmann war in erster Linie die unsichere Zukunft ausschlaggebend: „Ich konnte dem Bundestrainer keine Garantie mehr geben, dass ich über das eine Jahr hinaus, für das ich beim VfB Stuttgart einen Vertrag habe, noch Fußball spielen werde. Insofern habe ich ihm und Andreas Köpke vorgeschlagen, dass sie für die deutsche Nationalmannschaft nicht mehr mit mir planen.“
Der Bundestrainer äußerte sich über das Gespräch und die Person Jens Lehmann ebenfalls positiv: „Wir haben in der Beurteilung der Situation absolut auf einer Wellenlänge gelegen. Ich habe mich bei Jens für großartige Leistungen in der Nationalmannschaft bedankt. Er hat viel für den deutschen Fußball geleistet und war für mich stets ein wichtiger Ansprechpartner. Beeindruckt haben mich in unserer vierjährigen Zusammenarbeit bei der Nationalmannschaft vor allem die Führungsqualitäten von Jens.“
Lehmann absolvierte in knapp zehn Jahren 61 Länderspiele und erlebte die WM 2006 und die EM 2008 als Nr. 1 im deutschen Tor. (riw / dpa)

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