Eine israelische Armeesprecherin teilte mit, es handele sich um eine Reaktion auf einen Raketenangriff militanter Palästinenser auf Israel. Am Samstag war eine Rakete aus dem Gaza streifen gefeuert worden, die im Umkreis der Küstenstadt Aschkelon eingeschlug. Die Bombardierung des Internationalen Flughafens Jassir Arafat dürfte dementsprechend eher von symbolischer Bedeutung gewesen sein, da dort seit acht Jahren ein Flugverkehr unmöglich ist.
Tunnel für Lebensmittel und Waffen
Der angegriffene Tunnel ist nur einer von Hunderten, die an der Grenze zu Ägypten in den letzten Jahren gegraben wurden. Durch sie werden Lebensmittel und Waffen nach Palästina transportiert. Die Armeesprecherin sagte, seit Anfang des Jahres hätten militante Palästinenser etwa 50 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Seit der israelischen Militäroffentsive im Gazastreifen zur Jahreswende 2008/09 seien es mehr als 330 gewesen. Bei der Offensive waren 1.400 Palästinenser getötet und gut 5.000 verletzt worden.
Bomben nach Friedensgesprächen
Nach palästinensischen Angaben wurde bei dem Angriff zum Montag niemand verletzt. Am Montag waren erstmals wieder informelle Friedensgespräche zwischen Israel und Palästinensern aufgenommen worden. Als Vermittler fungiert der amerikanische Nahost-Sonderdiplomat George Mitchell.
(mea / dpa)


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