
Dem Inzest-Vater Josef Fritzl droht Mordanklage wegen verstorbenem Baby in seinem Keller.
Quelle: dpa
Das 1996 geborene Baby verstarb knapp 70 Stunden nach der Geburt in dem dunklen Keller. Wie jetzt bekannt wurde, hätte der erkrankte Junge mit ärztlicher Versorgung gerettet werden können, aber Fritzl ist dem nicht nachgekommen. Er zog es vor im Haus zu bleiben und verbrannte den Leichnam des Kindes im Ofen des Hauses, wie es das österreichische Nachrichtenmagazin "News" am Donnerstag verkündet hat. Demnach hat der Inzest-Vater wissentlich den Tod des kranken Kindes herbeigerufen, weil er keinen Arzt aufgesucht hatte.
Das zuständige Gericht stützte sich bei der Anhörung auf die Aussage der Tochter, die angegeben hatte, dass Fritzl bei der Geburt dabei war. Insofern hat er bewusst wahrgenommen, dass der Junge schwer krank ist und dringend medizinische Hilfe braucht. Da er jedoch nicht reagiert hatte, wird sich Fritzl wahrscheinlich wegen Mordes vor Gericht verantworten müssen. Derzeit sitzt der Inzest-Vater in Untersuchungshaft, streitet jedoch energisch ab, dass er bei der Geburt des verstorbenen Kindes dabei war.
Nach 24 Jahren Gefangenschaft konnte Elisabeth im Frühjahr 2008 mit ihren Kindern endlich in Freiheit gerettet werden als die Behörden auf die grauenvollen Zustände im Haus aufmerksam wurden. Ob sie jemals in der Lage sind ein normales Leben führen können, ist fraglich. Der Täter Fritzl wartet derzeit in Haft auf seinen Prozess, der im Dezember 2008 beginnen soll, allerdings zum Schutz der Opfer vermutlich ohne Beisein der Öffentlichkeit. (slm / dpa)

Keine Kommentare
Drucken
Versenden


zum Bildarchiv


mehr Schlagzeilen





Kommentar schreiben