
Investmentbanken - Ära ist vorbei
Quelle: dpa
Damit endet die Ära unabhängigen Investmentbanken an der Wall Street in dieser Form. Diese Banken boten keine allgemein-zugänglichen Konten an, derart gab es dort auch keine Girokonten oder etwas vergleichbares. Aus diesen Gründen hatten Investmentbanken bis dato mehr Möglichkeiten große Risiken einzugehen und damit auch ansehnliche Profite damit zu erzielen. Somit waren sie vor allem für Fusionen und Übernahmen von Firmen interessant. Darüberhinaus waren hier die Experten für Geschäften mit Wertpapieren jeglicher Art zu finden.
Doch jetzt sind diese Zeiten vorbei. Die zwei, von anfänglich fünf, Banken: Goldman Sachs und Morgan Stanley werden in Zukunft dieselben Regeln einhalten müssen, wie gewöhnliche Banken. Dementsprechend werden sie kontrolliert und müssen gewissen Anforderungen entsprechen.
Für die Aufgabe dieses Sonderstatus' erhalten die Banken Kredite, was sie aufgrund der Finanzkrise etwas kräftigt.
Im Laufe des Jahres mussten einige Banken aufgeben, so wurde die Investmentbank Bear Stearns im März an J.P. Morgan Chase zwangsverkauft. Lehman Brothers musste letzte Woche Insolvenz anmelden und auch Merrill Lynch wurde nur durch die Übernahme der Bank of America gerettet.
Die Aufhebung der Trennung und die damit verbundene Stellung auf dem Finanzmarkt wird den Wettbewerb weltweit ändern. So werden nun Goldman Sachs und Morgan Stanyley anderen Geschäfts- und Universalbanken Konkurrenz machen. Beispielsweise haben die US-Citigroup und die Deutsche Bank jeweils eine große Bandbreite von Dienstleistungen - darunter eben auch interne Investment-Geschäfte.
Goldman Sachs und Morgan Stanley kamen während der Finanzkrise in deutliche Schwierigkeiten. Einzig die Aussicht auf die Rettungaktion der US-Regierung holte ihre Aktienkurse aus dem Keller. Morgan Stanley führte bereits erste Fusionsverhandlungen mit der US-Bank Wachovia. (dav / dpa)

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decoien schreibt:
22. September 2008, 13:34 Uhr
Ich sehe darin weniger eine historische Wende als einen geschickten Schachzug, Für mich ist das wieder einmal ein geschickter Schachzug,der der Arterhaltung beider Institute dient. Denn nun brauchen sie sich nicht wie ihre verstorbenen Artgenossen übernehmen oder gar auslöschen lassen, sondern können sich selbst stabilere Institute einverleiben. Mit der Unterwerfung unter die Bankenregulierung bewegen sie sich außerdem in ein Gehege hinein, mit dem die Finanzaufsicht ohnehin die Investmentbanken umzäunt hätte. Mehr Regulierung mit mehr Transparenz, höheren Kapitalreserven und geringerer Risikoübernahme hätte den Fressbereich der Institute also sowieso eingeengt.
http://www.blicklog.com/2008/09/22/uberlebende-investmentbanken-sorgen-mit-geschicktem-schachzug-fur-artenschutz/