Zwar sei es, laut Aussagen einiger Regierungsvertreter, "mehr als wahrscheinlich", dass der geistliche Führer und die militärische Eliteeinheit Quds von dem Mordplan wussten, eindeutige Beweise für diese Vermutungen, liegen bislang allerdings nicht vor. Die iranische Regierung weist weiter alle Komplottvorwürfe vehement zurück.
Die schlechte Organisation des Attentats lässt Experten zweifeln
Ein Cousin des verhafteten US-Iraners soll, der Anklageschrift zufolge, einen hochrangigen Posten bei der Al-Quds-Einheit bekleiden. Zudem habe der Angeklagte, laut der Behörden, noch nach seiner Festnahme die gescheiterten Pläne mit einem Quds-Verbindungsmann - unter Beisein der Beamten - am Telefon diskutiert. Zweifeln lässt Experten derweil die ungewöhnlich schlechte Organisation des Attentats. Das Vorgehen entspreche keinesfalls dem Muster jüngster "Quds-Aktionen" räumten selbst die US-Regierungsmitglieder ein. Einen Kontakt mit der Einheit der iranischen Revolutionsgarde schließt auch ein Iran-Experte des amerikanischen Kongresses nicht aus - aber die "Idee eines gezielten, voll durchdachten Plans, genehmigt von hohen Stellen der iranischen Führung" strapaziere seiner Meinung nach die Gutgläubigkeit. (rma)

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