Aigner besuchte in der Nähe von Hamburg einen Betrieb, der seine Feldfrüchte im Zuge der Krise vernichten musste und etwa 20.000 Euro Verlust pro Tag machte.
Brüssel beschließt Hilfszahlungen für Gemüsebauern
In Brüssel beschlossen Vertreter der 27 EU-Länder einen Hilfsfonds mit einem Volumen von 210 Millionen Euro. Ilse Aigner zufolge sollen die geschädigten Landwirte etwa die Hälfte ihres normalen Durchschnittsverdienstes in Hilfen zurückbekommen.
Ilse Aigner will notleidenden Bauern helfen
"Wir wollen die Landwirte nicht im Regen stehen lassen", verkündete Aigner und versprach schnelle finanzielle Hilfen für die notleidenden Bauern. Aigner sprach von Juli als Zeitpunkt der EU-Hilfszahlungen. Außerdem will sich die Landwirtschaftsministerin dafür einsetzen, dass die Betriebe zinsverbilligte Darlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank erhalten können.
Viele Gemüseproduzenten stehen nach EHEC-Ausfälle vor dem Ruin
Der deutsche Zentralverband Gartenbau schätzt die Umsatzausfälle für die deutschen Bauern auf etwa 60 Millionen Euro und warnt vor dem Ruin vieler Betriebe, sollten nicht schnell Hilfen bei den Landwirten ankommen.
Rückläufige Zahlen von EHEC-Infektionen, Verbraucher kaufen wieder Gemüse
Die Zahlen der EHEC-Neuinfektionen sind derweil rückläufig und die Verbraucher beginnen wieder Gemüse zu kaufen. Es wird noch dauern, bis das Vorkrisenniveau erreicht ist, aber die Absätze von Gurken, Salaten und Tomaten sind bereits deutlich angestiegen. "Der Verbraucher hat gleich reagiert, die Nachfrage steigt", sagte Hans Joachim Conrad vom Hamburger Großmarkt.
Sprossen aus Niedersachsen sind EHEC-Auslöser
Die Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat ist aufgehoben, die Behörden halten derzeit nur die Warnung vor Sprossen aufrecht, nachdem Sprossen von einem Hof im niedersächsischen Bienenbüttel als EHEC-Auslöser identifiziert wurden. (mse / dpa)

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