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20. Juli 2011, 09:39 Uhr
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Illegale Loveparade 2011 in Berlin geplant, droht ein Desaster?

Unbekannte haben zu einer erneuten Loveparade in Berlin aufgerufen, wie inzwischen üblich, über das Soziale Netzwerk Facebook. Am kommenden Sonnabend könnten sich bis zu 20 500 Menschen an der Berliner Spree versammeln, ohne Sicherheitskonzept und ohne offizielle Organisatoren.
Musiklegende Dr. Motte kritisiert das Vorhaben scharf.

Genau ein Jahr nach der Katastrophe von Duisburg kamen unbekannte auf die Idee, die Loveparade wieder nach Berlin zu holen. Da es aber offiziell kein Veranstalter tragen kann, haben die Facebook-Nutzer einfach eine Veranstaltung bei Facebook publiziert. Am kommenden Sonnabend soll die Party an der Spree steigen, es haben bereits 14.000 Mitglieder zugesagt. 6.500 Weitere entscheiden spontan ob sie vorbeikommen wollen.

14 000 Menschen haben bereits zugesagt

Der Love-Parade-Gründer Dr. Motte ist entsetzt über die Aktion, er nennt das Vorhaben ein "verantwortungsloses Verhalten", das Event birgt laut der Musik-Legende ein "unkalkulierbares Risiko". Da keine ordentliche Planung geschweige denn ein Sicherheitskonzept vorliegt. Der letzten Loveparade am 24. Juli 2010 wurde genau das zum Verhängnis. Schlechte Planung und nicht ausreichende Sicherheitsvorkehrungen kostete 21 Menschen das Leben

Die Angst vor einer Massenpanik wächst

Zu der Party am Sonnabend wurden bereits 85.000 Einladungen über die Facebook-Seite "Love Parade 2011" verschickt. Wer am Ende alles kommen wird, bleibt abzuwarten - die Berliner Polizei ist aber alarmiert. "Wir behalten das im Auge" erklärte ein Polizeisprecher. "Wir müssen sehen, ob wir für den Tag Kräfte bereithalten müssen."

Loveparade Gründer Dr. Motte verurteilt die Aktion

Auch dem geheimen Veranstalter scheint die Situation außer Kontrolle geraten zu sein, so verkündet er "Wir teilen die Bedenken von Dr. Motte" und ruft dazu auf, am geplanten Tag nicht nach Berlin zu kommen. (jra)
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Kommentare (2)
  1. robby schreibt:
    20. Juli 2011, 10:36 Uhr

    Man sollte lieber den 21 Toten, über 500 Verletzten und immernoch traumatisierten Menschen am 24.Juli 2011 in Duisburg gedenken.Dort findet eine Gedenkfeier in der MSV-Arena statt, auch der Graf von Unheilig wird singen und um 17 Uhr läuten alle Kirchenglocken in Duisburg am Sonntag, den 24.Juli 2011.
    Das ist ja wohl wichtiger, als diese inoffizielle Loveparade Party auf Facebook reinzusetzen.

  2. Robert schreibt:
    20. Juli 2011, 12:34 Uhr

    Ich finde es richtig, dass einige versuchen die Tradition der Loveparade fortzuführen. Nur weil geldgierige Veranstalter unfähig waren, die Veranstaltung ordentlich zu organisieren, soll dieses friedliche Fest nicht mehr stattfinden. Die olympischen Spiele 1972 wurden selbst nach Attentaten fortgeführt, warum also nicht auch die Loveparade. Trauer ist richtig, doch ein Ende dieses Festes das Spass und Freude verbreitet, wäre sicher nicht im Sinne der Toten.
    Allerdings ist zu überlegen, die Veranstaltung wieder ordentlich offiziell zu planen und aus den schwerwiegenden Fehlern der Vergangenheit zu lernen.

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Unbekannte haben zu einer erneuten Loveparade in Berlin aufgerufen, wie inzwischen üblich, über das Soziale Netzwerk Facebook. Am kommenden Sonnabend könnten sich bis zu 20 500 Menschen an der Berliner Spree versammeln, ohne Sicherheitskonzept und ohne offizielle Organisatoren.
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