Das Klinikum Fulda kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Salmonellen-Skandal vor einigen Jahren gibt es nun Probleme mit verschmutztem OP-Besteck. Bei einer Kontrolle sind Rost- und Blutflecken auf dem eigentlich sterilisierten Besteck gefunden worden. Es konnte nicht mit Sicherheit festgestellt werden, ob tatsächlich Patienten mit dem verschmutzten Besteck operiert wurden. Ausschließen wollte die Klinikleitung dies jedoch nicht.
Schwachstelle liegt im Reinigungsprozess
Bei einer genauen Untersuchung des Reinigungsprozesses konnte noch nicht festegestellt werden, wo genau die Schwachstelle liegt. Die Bestecke werden zunächst von Fachkräften gereinigt, dann in eine Art Geschirrspüler gegeben, und dann mit einem Dampf- und Gassterilisator keimfrei gemacht. Vor einer Operation werden die Bestecke noch einmal genauestens überprüft.
Andere Kliniken sagten Unterstützung zu
Seit Freitag wurden nun etwa 180.000 Bestecke überprüft um weitere Verschmutzungen auszuschließen. Neben dem Klinikum Fulda ist auch das Herz-Jesu-Krankenhaus betroffen, das seine Bestecke im Klinikum reinigen lässt. Andere Kliniken hatten angeboten, keimfreies Besteck auszuleihen, so dass wenigstens Notoperationen am Wochenende durchtgeführt werden können. Auch wollen die anderen Krankenhäuser Operationen des Klinikums Fulda übernehmen. Ein externer Sachverständiger war am Wochenende im Haus, um die Sicherheit des Betriebes zu gewährleisten. Klinikumsvorstandsvorsitzender Harald Jeguschke kündigte an, die Öffentlichkeit über die Untersuchungen und weitere Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
(mas)

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