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27. Mai 2011, 10:06 Uhr
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Hundertmal mehr Wasser auf dem Mond als bislang angenommen

Zum Ende des Apollo-Programms gibt es erstaunliche Befunde: Das Gestein des Mondes erhält hundertmal mehr Wasser als bislang angenommen, der hohe Wasseranteil steht aber im Widerspruch zur Theorie der Mondentstehung.
Untersuchungen von sogenannten Schmelzeinschlüssen im Mondgestein zeigten jetzt, dass der Mond fast hundertmal mehr Wasser besitzt als bislang angenommen wurde. Die Entstehungstheorie und die des Wassers auf dem Mond ist widersprüchlich. Der Mond soll aus den Trümmern der Kollision eines Marsgroßen Himmelskörpers mit der jungen Erde gebildet worden sein, jedoch wäre das ganze Wasser bei so einer Kollision verdampft.

Wasser ist in Kristalle eingebettet

Ein amerikanisches Forscherteam, dass die Gesteinsproben untersuchte, entdeckte, dass die Schmelzeinschlüsse in Kristalle eingebettet sind, diese Kristalle verhindern das Entweichen von Wasser oder anderen flüchtigen Bestandteilen durch die Eruption.

Neben dem unerwartet hohen Anteil von Wasser, fanden die Forscher in den Einschlüssen auch Fluor, Chlor und Schwefel. "Unsere Ergebnisse zum Gehalt an flüchtigen Stoffen in lunaren Schmelzeinschlüssen deuten deshalb darauf hin, dass wir einige wichtige Aspekte der Physik der Mondentstehung bislang nicht verstehen" kommentierten die Forscher ihre Arbeit. (jra / dapd)
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