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12. Januar 2011, 09:24 Uhr
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Banken

Höhere Krisenabgabe empört Risiko-Banker

Die Bundesregierung fordert nun doch mehr Geld von den Banken, um künftige Finanzkrisen abwenden zu können. Für die geplante Krisenabgabe erntet man jedoch die heftige Kritik der Finanzinstitute -die Abgabe schröpfe die Banken über Gebühr.
Als 2008 die Krise über die weltweiten Finanzmärkte hereinbrach, waren die Schuldigen schnell gefunden. Amerikanische Banken hatten für eine Immobilienblase gesorgt, die letztlich mehrere Großbanken in den Ruin riss und deren Auswirkungen die Weltwirtschaft nachhaltig schädigten.

Bundesregierung entwirft gesalzene Krisenabgabe

Die Bundesregierung hatte damals mit Steuergeldern in Milliardenhöhe auch deutsche Banken vor dem Untergang bewahren müssen. Nun plant man eine "Krisenabgabe", die sicherstellen soll, dass die Banken ihre Rettung in Zukunft selbst stemmen können und nicht abermals der Steuerzahler für die Risiko-Spekulationen einzelner Institute zur Kasse gebeten wird.

Banken zahlen unterm Strich mehr

Als die "Financial Times Deutschland" nun über den neuesten Entwurf dieses Gesetzes berichtete, war der Sturm der Entrüstung in der deutschen Bankenwirtschaft groß. Ursprünglich sollte die Abgabe 15 Prozent der Gewinnsumme einer Bank nicht überschreiten. Diese Deckelung scheint nun vom Tisch: Von einem kompliziert zu berechnenden Jahresbeitrag ist nun die Rede, der notfalls auch nachgezahlt werden muss, sollte die Gewinnsumme niedriger liegen.

Privatbanken im Fokus

Dieses Detail stärkt vor allem die konservativen Geldinstitute, wie z.B. die Sparkassen. Denn betroffen von der Nachzahlungspflicht wären vor allem jene Privatbanken, deren Gewinne starken Schwankungen unterliegen, z.B. weil sie mehr auf Risiko setzen. (phs)
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