Aufgrund von finanziellen Problemen des britischen Haupteigentümers Dawnay Day war Hertie in eine Krise geraten und musste nun Insolvenz anmelden. Das Unternehmen betreibt in in ganz Deutschland 73 Filialen und beschäftigt insgesamt 4.100 Mitarbeiter, deren berufliche Zukunft nun ungewiss ist.
2005 hatte Day einige Filialen von KarstadtQuelle (heute Arcandor) übernommen und es unter dem Traditionsnamen Hertie weiterbetrieben. Das Geschäft lief allerdings äußerst schlecht. 2006 und 2007 machte Hertie jeweils circa 30 Millionen Euro Verlust. Day hatte die Verluste selber ausgeglichen bis er im Juli 2008 wegen der Finanzmarktkrise Probleme bekam.
Um die Warenhauskette zu retten, müssen nun Kreditgeber gefunden werden. Die Landesregierung Nordrhein-westfalens prüft bereits, ob es helfende Maßnahmen einleiten kann. Ein Sprecher des Landes-Wirtschaftsministeriums sagte: "Wir sind mit dem Unternehmen seit Tagen im Gespräch und werden einen möglichen Konsolidierungskurs konstruktiv begleiten."
Eine weitere Möglichkeit wäre die Hertie-Grundstücke zu verkaufen bzw. zu verpachten, was allerdings als unwahrscheinlich gilt. Das Unternehmen selbst gab noch keinen Stellungnahme ab. (pav / dpa)

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