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27. Januar 2010, 15:26 Uhr
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Kritik

Helmut Schmidt: Afghanische Stämme stärker einbeziehen

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) rät den am Afghanistan-Einsatz beteiligten Ländern, afghanische Stämme und Volksgruppen in Verhandlungen einzubeziehen. Ausserdem missbilligte er in einem Beitrag in der Wochenzeitung "Die Zeit" die geplante Truppenaufstockung der Bundeswehr in Afghanistan.
Helmut Schmidt: Afghanische Stämme stärker einbeziehen
Helmut Schmidt: Afghanische Stämme stärker einbeziehen
Quelle: dpa
Helmut Schmidt zeigte sich in seinem "Zeit"-Artikel skeptisch, ob Afghanistan aufgrund seiner vielen Völker und Stämme je ein stabiler Staat werden könne. Deshalb sei es wichtig, dass sich die westlichen Länder für Verhandlungen mit einzelnen Stämmen engagieren sollten.

Partnersuche in Afghanistan

Die Verhandlungen könnten laut Schmidt als ein Instrument zur Befriedung des Landes in der Londoner Afghanistan-Konferenz diskutiert werden: "Diese Konferenz sollte sich jedenfalls erstmalig und ernsthaft mit der Frage befassen, mit welchen Gruppen, Stämmen oder Völkern (oder Regionen) die Interventionsmächte Verhandlungen suchen sollen. Möglicherweise muss man sich den Waffenstillstandspartner erst selber konstruieren."

Kritik an Truppenaufstockung

Schmidt kritierte die Zugeständnisse der Bundesregierung an die USA, das Bundeswehrkontingent in Afghanistan zu erhöhen. Man solle sich lieber in eindeutiger und entschiedener "Zurückhaltung" üben, als dem Druck der Vereinigten Staaten nachzugeben. (hkn / ddp)
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