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Frau schneidet die Hecke im Garten

Heckenpflanzen: Welche Arten eignen sich?

6. Oktober 2014 • Ratgeber

Im Altdeutschen heißt Hecke so viel wie umzäunen und hegen. Früher wurde eine Hecke zur Begrenzung von Ackerland in Form einer natürlichen Mauer angelegt. Heute dient sie hauptsächlich dem Lärm- und Sichtschutz auf Grundstücken. Die schattenspendende Bepflanzung bietet unterschiedlichen Vogelarten aber auch Unterschlupf als wertvolle Brutstätte.

Große Auswahl an Heckenpflanzen

Gartencenter und Baumschulen haben verschiedene Heckenpflanzen im Angebot. Je nach Bedarf und Anwendung erwarten Gartenfreunde die unterschiedlichsten Sorten für voneinander abweichende Bedingungen. Darunter findet man Namen wie Berberitze, Blutbuche, Eibe, Feldahorn, Hainbuche, Kirschlorbeer und Rotbuche.
Wer ganzjährig eine grüne Hecke wünscht, entscheidet sich für die Thuja. Sie ist schattenverträglich, sturm- und winterfest. Die zur Familie der Zypressengewächse gehörende Gattung wächst Jahr für Jahr um die 70 Zentimeter und kann eine Höhe von zwölf Metern erreichen. Um sie als Hecke zu erhalten, muss sie regelmäßig beschnitten werden.
Neben der Thuja findet auch der immergrüne Liguster seine Verwendung. Diese Hecke verliert allerdings in den Wintermonaten einen Teil seines Laubs. Zum Frühjahr hin bilden sich dann erneut Blätter. Liguster gedeiht in normaler Gartenerde.

Die Zypresse: Resistent gegen Umweltbelastungen

Da Zypressen als anspruchslose Nadelgehölze gelten, sind sie in südlichen Ländern oft anzutreffen. Sie vertragen Trockenheit, Umweltbelastungen und kalte Temperaturen von unter -25 Grad.
Ideale Heckenpflanzen dehnen ihre Triebe waagerecht aus, um sich wiederum mit anderen zu verkeilen. Dadurch entsteht eine dichte und undurchlässige Hecke. Diese kann problemlos in Form gehalten werden. Übrigens sprießt Leylandii, so wird die Zypresse auch genannt, auf nährstoffarmen Böden ohne weiteres Zutun. Beim Beschnitt sollte darauf geachtet werden, nicht in alten Trieben zu schneiden – das verträgt diese Sorte nämlich gar nicht.

Pflege und Naturschutz

Im Herbst sollte mit der Heckenpflanzung begonnen werden. Je nach Sorte sind die Monate September bis Mai geeignet. Normalerweise werden sie zweimal jährlich beschnitten. Im letzten Drittel des Februars sollte der Winterschnitt erfolgen. Dann erhält die Hecke ihre Grundform. Ende Juni erfolgt der Sommerschnitt. Übrigens werden diese Termine durch das Bundesnaturschutzgesetz geregelt. Zum Schutz und zum Wohl unserer Tierwelt müssen diese Vorgaben strengstens eingehalten werden. Igel, Vögel und andere Tierarten werden sonst in ihrer Lebensweise gestört, bedroht oder gar vernichtet.

Foto: Kzenon – Fotolia.com

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