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Handel mit Derivaten: An diese Anlageform wagen sich nur Profis

Handel mit Derivaten: An diese Anlageform wagen sich nur Profis

17. Januar 2017 • Finanzen

Man könnte sie die Königsdisziplin in der Spekulation mit Finanzderivaten nennen: Die „Contracts for Difference“ oder kurz CFDs. Hinter dem Begriff stehen sogenannte Differenzkontrakte. Nur Anleger mit Erfahrung sollten sich daran wagen, denn die Derivate bieten zwar hohe Chancen, aber auch hohe Risiken. Was man beim Handeln mit CFDs und der Auswahl eines Brokers beachten sollte, erklären wir hier.

Schon der Ort des Handels hat es in sich. Denn anders als Aktien werden CFDs außerhalb der Börse gehandelt. Wer sich für CFDs entscheidet, trifft somit auf Derivate, mit denen ein normaler Investor nicht handeln kann. Darunter sind vor allem Zins- und Dax-Futures. Hier findet der Handel zu einem zukünftigen Zeitpunkt statt. Zudem lässt sich auf Rohstoffe wie Getreide, Kaffee oder Stahl, sowie Devisen, Indizes, Aktien und Zinsen setzen.

Eingeführt, um Transaktionssteuer zu umgehen

Die CFDs haben ihren Ursprung im Investmentbanking. Ein Kapitalverwalter führte sie in London ein, um die sogenannte Stempelsteuer zu umgehen. Mit ihr sollte jede Aktientransaktion an der Londonder Börse mit 0,5 Prozent besteuert werden. Die Differenzkontrakte machten einen direkten Handel mit dem Anleger möglich. Bis heute gelten CFDs als Over-the-counter-Produkte und unterliegen damit weniger Regulation als börsengehandelte Wertpapiere.

Wer mit CFDs handeln möchte, wendet sich an einen Broker. Dieser legt Konditionen fest und regelt die An- und Verkaufskurse. Broker handeln an der Börse mit Wertpapieren auf Rechnung des Kunden. Hier gilt es als Anleger, eingehend zu prüfen, welche Bedingungen die Anbieter stellen und welche Möglichkeiten sie bieten.

Broker und die Zufriedenheit ihrer Kunden

Das Deutsche Kundeninstitut in Düsseldorf hat im Jahre 2016 eine Umfrage unter 679 CFD-Kunden durchgeführt. Berücksichtigt wurden dabei solche Broker, die bereits mehr als 25 Kundenbewertungen hatten. Die befragten Kunden sollten die Anbieter hinsichtlich Kundenservice, Angebot, Preis-Leistungs-Verhältnis, Qualität der Handelsplattform und ­Webseite bewerten. Topnoten bekamen dabei drei Broker, darunter die Handeslplattform GKFX.

Das Handelsergebnis eines CFD errechnet sich aus der Differenz von Einstiegs- und Ausstiegskurs. Als Anleger wird man also ausschließlich an der Kursentwicklung beteiligt nicht an dem Basiswert eines Derivats. CFDs entwickeln sich 1:1 zum zugrundeliegenden Basiswert. Das bedeutet, dass sich die vollen Kursbewegungen handeln lassen. Da steigende Kurse sich ebenso niederschlagen wie fallende, kann ein Anleger auch viel Geld verlieren.

Ein Derivat mit Hebeleffekt

Anders als bei einer Aktie erhält man als Anleger keine Firmenanteile und ist lediglich Inhaber einer Forderung. CFDs lassen sich zudem zu einem deutlich niedrigeren Kapitaleinsatz handeln. Der Anleger muss eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin beim Broker hinterlegen, denn dieser ist von der Bonität des Anlegers abhängig. Diese Margin ist einen Bruchteil des Basiswerts, meist liegt sie bei einem bis zehn Prozent. Daraus ergibt sich ein Hebeleffekt. Mit Differenzkontrakten hebelt man als Anleger seinen Einsatz ums Vielfache. Gleichzeitig können Anleger aber auch mehr verlieren als sie eingezahlt haben. Dann nämlich, wenn Positionen zu einem Kurs jenseits der Sicherheitsleistung geschlossen werden müssen.

Bild: Thinkstock, 173764003, iStock, violetkaipa

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