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9. November 2010, 15:27 Uhr
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Sicherheit

Guttenberg: Wirtschaftliche Interessen notfalls militärisch sichern

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte am Dienstag auf einer Sicherheitskonferenz in Berlin, zur Not müsse die wirtschaftliche Sicherheit Deutschlands auch mit militärischen Mitteln verteidigt werden.

Der CSU-Politiker stützt damit die Aussage vom ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. Dieser hatte sich nach einer Afghanistan-Reise im Mai 2010 dahingehend geäussert, dass im Zweifel auch militärische Gewalt notwendig sein könnte, um die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands sicher zu stellen, etwa freie Handelswege zu garantieren. Daraufhin war ihm vorgeworfen worden, das Afghanistan-Mandat des Bundestags neu zu interpretieren. Aufgrund der starken Kritik an seiner Person war Köhler anschliessend zurück getreten.

Guttenberg räumte nun ein, dass Köhlers Aussagen unglücklich gewesen seien. Er machte aber auch klar, dass wirtschaftliche Interessen und Sicherheit eng zusammen hängen würden.

"Der Bedarf der aufstrebenden Mächte an Rohstoffen steigt ständig und tritt damit mit unseren Bedürfnissen in Konkurrenz", sagte er laut ZDF. Rohstoffknappheit könnte in Zukunft durchaus zu Krisen führen und damit die Sicherheit Deutschlands bedrohen. Zudem verwies er, wie auch schon Köhler, auf die Bedrohung der globalen Handelswege durch die Piraterie.


Guttenberg sagte, er frage sich bis heute, was an Köhlers Aussage eigentlich so verwegen gewesen sei. Er wünsche sich, dass man in der Sicherheitspolitik offen und ohne Verklemmung auf wirtschaftliche Interessen eingehen könne. (mas)
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Ein Kommentar
  1. Langweilig schreibt:
    10. November 2010, 10:28 Uhr

    Her Guttenberg schafft sich somit wieder ein Stück publicity, mit dem vermeintlichen Tabubruch will er ausloten wieweit er sich vorwagen kann. Natürlich wird er, wenn es brenzlig werden sollte, die Fluch nach vorne antreten und seinen Gegnern Polemik unterstellen. Dann kommt die Leier vom Falsch verstanden worden sein etc.
    Unterm Strich weiß er das er an einigen Stammtischen gepunktet hat (Mut etwas auszusprechen), dadurch das er nicht wie Köhler zurücktreten muss, geht er dann gestärkt aus diesem bewusst inszenierten Skandal hervor.
    Das dürfte dann seine Chancen auf das Kanzleramt erhöhen, wo doch in der Politik auch darauf geschaut wird wieviele Krisen man überstanden/ausgesessen hat.
    Alles in allem dürfte Guttenberg diesen Satz jedenfalls im vollen Bewusstsein der Reaktion getätigt haben, auch wissend das er mehr Vorteile als Nachteile davon haben würde.

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