Afghanistan
Guttenberg gegen Datum für Bundeswehr-Abzug
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg relativiert die Perspektiven der neuen Afghanistan-Strategie der Bundesregierung. Die Bekanntgabe eines konkreten Termins für den Abzug aus Afghanistan sei "problematisch", dieser hänge vielmehr von den erzielten Erfolgen ab.
Guttenberg gegen Datum für Bundeswehr-Abzug
Quelle: ddp / Berthold Stadler
Unmittelbar vor Beginn der internationalen Afghanistan-Konferenz in London hat Verteidigungsminister Guttenberg die "Abzugsperspektive" in der zu Beginn der Woche vorgestellten neuen Afghanistan-Strategie der Bundesregierung relativiert. In dem Entwurf hiess es, die Bundeswehr solle möglichst bis 2014 Afghanistan verlassen haben. Laut Guttenberg ist dies kein konkretes Versprechen sondern eher eine Absichtserklärung, die von den erzielten Erfolgen im Land abhänge. Der Prozess des Rückzuges könne sich im Zweifelsfall auch "hinauszögern", sagte Guttenberg der Wochenzeitung "Die Zeit".
Guttenberg: konkretes Rückzugsdatum wäre "problematisch"
Der Vorschlag der Bundesregierung, den diese heute bei der Afghanistan-Konferenz vorlegen wird, sieht ausserdem zunächst eine Aufstockung des Bundeswehrkontingentes um 850 Soldaten vor. 2011 soll dann bereits der schrittweise Abzug beginnen. Zu diesem Zweck wollen die Delegierten aus knapp 70 Ländern auch über die bessere Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte beraten. Möglichst bald soll die Verantwortung für die Sicherheit im Land an die Afghanen übergeben werden.
(fgr / dpa)
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