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Großer Fortschritt für kleine Auflagen – der Digitaldruck

Großer Fortschritt für kleine Auflagen – der Digitaldruck

24. April 2017 • Wissenschaft & Technik

Es gibt ihn bereits seit 1990, und heutzutage macht er einen Großteil der Aufträge vieler kleiner und mittelgroßer Druckereien aus: der Digitaldruck. Seinen Erfolg im Markt hat er auch der Tatsache zu verdanken, dass er sich besonders gut für Klein- und Kleinstauflagen eignet.

Innovative Drucktechnik

Der Digitaldruck zeichnet sich gegenüber älteren Druckverfahren dadurch aus, dass er ohne einen physischen Druckkörper auskommt, auf dem normalerweise die druckende Farbe aufgebracht werden muss. Dieses Non Impact Printing (Kürzel: NIP) genannte Verfahren macht die sonst üblichen Vorbereitungs- und Einrichtungsarbeiten weitgehend überflüssig. Dabei kann jeder Papierbogen anders bedruckt werden. Das macht den Digitaldruck optimal für Kleinauflagen bis zu einer Auflage von nur einem Exemplar. Da die Digital-Druckmaschinen immer schneller geworden sind, werden sie zunehmend zu einer Konkurrenz für den Sieb- und Offsetdruck.

Verschiedene Verfahren des Non-Impact-Printings (NIP)

Zu den NIP-Verfahren zählen der Tintenstrahldruck, der Thermodruck sowie der moderne Fotodruck. Je nach gewünschter Qualität und Auflage kommt eines dieser drei Verfahren zum Einsatz. Bei großen Auflagen greift man heutzutage auf das Laserdruckverfahren zurück. Hier wird mithilfe elektrischer Ladungen eine Kopie vom Original erzeugt, mit der die Druckfarbe selektiv auf das zu bedruckende Material aufgebracht wird.

Wenn großformatige Drucke gefragt sind, wird die Tintenstrahltechnik genutzt. Bei dieser auch Inkjet-Druck genannten Technik wird die Farbe in Tropfenform gezielt auf das zu bedruckende Material aufgebracht. Dies geschieht entweder durch gezieltes Erhitzen oder durch Anlegen einer Spannung an keramische Piezo-Kristalle. Was Leuchtkraft und Druckqualität angeht, ist der Inkjet-Druck allen anderen Verfahren überlegen. Mit Verfahren wie diesen können sogar kreative Verpackungen mit individuellen Designs problemlos gestaltet werden: Als Vorlagen kann man digital bedruckte Folien im Onlineshop bestellen und auf Wunsch seine Verpackungen sogar in personalisierter Form drucken lassen. Für diese Form des individualisierten Drucks sind für den Kunden nur sehr wenige vorbereitende Schritte am Rechner notwendig.

Sehr gute Wirtschaftlichkeit bei geringen Auflagen

Wie bereits erwähnt, beweist der Digitaldruck als flexible und immer schneller werdende Produktionsart gerade bei kleinen und sehr kleinen Auflagen seine Stärken. Sowohl personalisierte Einladungen als Grußkarten, Briefpapiere und Etiketten sowie Visiten- und Speisekarten werden heutzutage im Digitaldruck realisiert. Auch Books on Demand werden digital gedruckt. Die digitalen Druckerzeugnisse zeichnen sich durch weitgehende Wasserdichtigkeit und Wetterfestigkeit aus – bei besonderen Anforderungen können sie laminiert werden, um optimal geschützt zu sein. Besonders hochwertige, optisch ansprechende Druckerzeugnisse sind dabei in Kombination mit anderen Druckverfahren produzierbar.
 
Bildquelle: Pixabay, plotter, 2138990 640

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