Die Vorsitzende der Nachwuchsorganisation in Hamburg, Jennifer Broocks, sagte am Freitag, dass es besonders fatal sei, dass sich die Grünen für das gebrochene Wahlversprechen, das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg zu verhindern, nicht entschuldigt hätten.
Der Landesgeschäftsführer Manfred Braasch warf der Partei vor, ihre Umweltideale nicht energisch genug zu vertreten: "Sollten die Grünen nach der Moorburg-Pleite auch in den anderen wichtigen umweltpolitischen Feldern faule Kompromisse eingehen oder die Umsetzung verschleppen, ist ihre Glaubwürdigkeit endgültig am Boden".
Lobende Worte für die Hamburger Grünen kamen vom Koalitionspartner. CDU-Landeschef Michael Freytag äußerte sich höchst erfreut über die Entscheidung der Mitgliederversammlung, die seiner Ansicht nach ein Zeichen der politischen Reife sei. Er lobte die Grünen als einen "verlässlichen und vertragstreuen Koalitionspartner." Er freue sich auf die Fortsetzung der Regierungszusammenarbeit.
Am Donnerstagabend hatte sich die Grünen-Parteibasis des Landes mit einer überwältigenden Mehrheit für eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition ausgesprochen. Die Abstimmung war notwendig geworden, nachdem zahlreiche Parteimitglieder für einen Ausstieg aus der Regierung eintraten, da das Kohlekraftwerk Moorburg nicht verhindert werden konnte.
(pav / ddp)

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