Am Mittwoch sollen Beratungen über die Bildung einer Interimsregierung stattfinden. Die Finanzmärkte waren geschockt angesichts der aktuellen Nachrichten aus Athen.
Extreme Linke und Rechte könnten weiter erstarken
Experten rechnen bei Neuwahlen mit einem weiteren Zulauf an Stimmen für die extremen linken und rechten Parteien. Als zweitstärkste Kraft ging die linksradikale Syriza unter der Führung von Alexis Tsipras aus der Abstimmung am 6. Mai hervor. Trotz der drohenden Staatsinsolvenz schlägt Tsipras bisher alle Sparprogramme in den Wind.
Beobachter sprechen bereits im Vorfeld von einer Schicksalswahl, die die Zukunft des Landes für Jahrzehnte prägt. Auch der Euro steht für das klamme Griechenland auf dem Spiel.
Präsident warnt vor "Monat der Tragödie"
Am Dienstag warnte Staatspräsident Karolos Papoulias vor einem "Monat der Tragödie". Er nahm damit Bezug auf einen Regierungsbericht, wonach Athen umgehend eine neue stabile Regierung benötigt, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Ohne weitere internationale Hilfen ist Griechenland Ende Juni insolvent.
Der Chef der Konservativen, Antonis Samaras, rief die Griechen dazu auf, für eine "pro-europäische Front" zu stimmen, damit das Land den Euro halten kann. "Es geht bei den nächsten Wahlen um unseren Verbleib im Euroland", sagte Samaras.

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