Das Rettungspakett der Europäische Union und des Internationalen Währungsfonds umfasst 110 Milliarden Euro und soll Griechenland in den nächsten drei Jahren vor der Staatspleite bewahren. Die EU wird rund 80 Milliarden Euro der Summe aufbringen, der IWF 30 Milliarden Euro. Im Gegenzug verpflichtet sich Griechenland zu einem harten und streng überwachten Sparkurs. Dieser sieht massive Kürzungen bei Einkommen und Renten sowie Steuererhöhungen vor.
Deutschland wird Griechenland in dieser Zeit etwa 22,4 Milliarden Euro an Kredite gewähren. Die Regierung in Athen hatte in den vergangenen Tagen ein umfassendes Sparprogramm in Zusammenarbeit mit Vertretern der EU und des IWF beschlossen. Danach wird Griechenland versuchen in den kommenden vier Jahren das Haushaltsdefizit von 13,6 Prozent auf die EU- Obergrenze von 3,0 Prozent drücken.
Keine Alternative zum Sparkurs
Im Euro-Raum fanden die Ankündigungen Griechenlands Anklang. Es sind harte Einschnitte, die die Bevölkerung zu akzeptieren hat, an der das Land jedoch nicht vorbei kommt. Die Einhaltung der Konsolidierungsauflagen ist für die Eurozone insgesamt von grösster Bedeutung. Sparmassnahmen müssen auch in anderen Südeuropäischen Ländern vorangetrieben werden. Die Haushaltslage Portugals ist ebenfalls bedenklich. In Deutschland wird indes weiter über schärfere Kontrolle und Regulierung des Finanzmarktes diskutiert.
(bpc / dpa)

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