Die genaue Zustimmungsquote soll noch am Freitagvormittag offiziell bekanntgegeben werden. Bereits am Donnerstag war das Erreichen der Mindestmarkte von 75 Prozent durchgesickert.
Bei den nach griechischem Recht ausgegebenen Papieren im Wert von 177 Milliarden Euro läge die Beteiligungsquote bei 85,8 Prozent. Die Beteiligung bei den übrigens Anleihen beträgt 69 Prozent.
Griechisches Recht ermöglicht notfalls Zwangsumtausch
Die positiven Ergebnisse reichen dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos jedoch nicht. Nun wolle Hellas auch die restlichen Gläubiger zum Umtausch zwingen. Dafür müsse die Aktivierung von Umtauschklauseln erfolgen, die durch ein im Februar eigens verabschiedetes Gesetz auch nachträglich möglich ist. Dann würde die Beteiligung am Schuldenschnitt bei insgesamt 95,7 Prozent liegen. Das würde ein Anleihevolumen von 197 der ingesamt 206 Milliarden Euro abdecken, die in der Hand privater Gläubiger liegen. Zudem soll eine Fristverlängerung für die Beteiligung von Anleihegläubigern bis zum 23. März erfolgen.
"Ein historischer Moment"
"Es ist ein historischer Moment. Wir werden damit mehr als 100 Milliarden Schulden los", sagte Regierungssprecher Pantelis Kapsis sichtlich erleichtert im griechischen Fernsehen. Finanzminister Venizelos dankte auch speziell den Gläubigern, "die unser ehrgeiziges Reform- und Anpassungsprogramm unterstützt und sich an den Opfern des griechischen Volks bei diesem historischen Unterfangen beteiligt haben."
Gegen Mittag will sich Venizelos zum Ergebnis des Schuldenschnitts äußern. Am frühen Nachmittag wollen sich zudem die insgesamt 17 Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz mit dem weiteren Vorgehen nach dem erfolgreichen Schuldenschnitt befassen. Im Anschluss wollen sie das zweite Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro auf den Weg bringen, dessen Voraussetzung mit dem Erfolg des Schuldenschnitts erfüllt ist.
(gth / dpa)

Keine Kommentare
Drucken
Versenden




mehr Schlagzeilen
Kommentar schreiben