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Glastest als Hinweis auf Meningokokken

28. Oktober 2019 • Familie & Freizeit

Köln – Eine Meningokokken-Infektion ist selten, kann aber schnell gefährlich werden. Tückisch daran ist, dass eine durch die Bakterien ausgelöste Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung gerade zu Beginn nicht leicht zu erkennen ist: Erste Anzeichen ähneln denen der Grippe.

Das erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Typisch sind etwa Kopfschmerzen, hohes Fieber oder Schüttelfrost. In einigen Fällen kann ein roter oder purpurfarbener Ausschlag hinzukommen, die Flecken ähneln Blutergüssen.

Glastest machen

Dann raten die Experten zum sogenannten Glastest: Anders als reguläre Blutergüsse verblassen die durch eine Meningokokken-Infektion verursachten Flecken nicht, wenn man ein Trinkglas oder einen -becher dagegen drückt.

Solche Flecken sind daher ein deutlicher Hinweis auf Meningokokken – und damit dringender Anlass für einen Arztbesuch. Gleiches gilt für weitere Alarmzeichen, die über reguläre Grippe-Beschwerden hinausgehen – Lichtempfindlichkeit etwa, Verwirrtheit oder auch ein steifer Nacken.

Impfung bietet nur teilweisen Schutz

Anfällig für eine Infektion mit Meningokokken sind vor allem Babys oder Kleinkinder im ersten und zweiten Lebensjahr sowie Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren. Eine Impfung gegen Meningokokken gehört in Deutschland seit 2006 zum Standard-Impfprogramm – allerdings schützt sie nur gegen einen Teil der Bakterien. Infektionen sind daher auch mit Impfung weiter möglich.

Fotocredits: Sophia Kembowski
(dpa/tmn)

(dpa)

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