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2. August 2011, 13:14 Uhr
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Geissler rechtfertigt getätigte Nazi-Äußerungen

Heiner Geissler hat in einem Interview sein Zitat, "Wollt ihr den totalen Krieg?" zum Abschluss des Schlichtungstreffen für Stuttgart 21 am Freitag, verteidigt. Er wollte damit nicht den Jargon der Nazis verharmlosen, sondern lediglich auf die Dringlichkeit einer friedlichen Lösung aufmerksam machen.
Der 81 Jahre alte Stuttgart-21-Schlichter sagte am Dienstag im Deutschlandfunk angesprochen auf seine Äußerung: "Ach was, das ist keine Sprechweise der Nazis. Der totale Krieg, den gibt es auch anderswo, den haben wir zurzeit in Syrien." Als der Moderator des Interviews noch einmal nachhackte, ob Geissler damit die Nazis verharmlosen wollte entgegnete Geissler empört: "Ja, ich glaube, Sie sind wohl auf dem Mond zu Hause, mir zu unterstellen, ich wollte hier die Nazis verharmlosen!" Er habe den Ausdruck "totaler Krieg" am Freitag zum Abschluss der Schlichtung benutzt um klarzumachen, dass es höchste Zeit sei, eine friedliche Lösung zu finden.

Geissler vergleicht Auseinandersetzung bei Stuttgart 21 mit kriegsähnlichen Zuständen

Geissler sagte, seine Kritiker sollten lieber die prekäre Lage in Stuttgart zur Kenntnis nehmen. Dort herrsche schon seit geraumer Zeit "totaler Krieg". "Es hat über 100 Verletzte gegeben, ein Mensch ist total blind geworden bei dieser Auseinandersetzung", sagte Geissler mit Blick auf die schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei am 30. September 2010 im Stuttgarter Schlossgarten.

Das Zitat "Wollt ihr den totalen Krieg?" stammt aus der Sportpalastrede von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels aus dem Jahr 1943. (jak / dpa)
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Heiner Geissler hat in einem Interview sein Zitat, "Wollt ihr den totalen Krieg?" zum Abschluss des Schlichtungstreffen für Stuttgart 21 am Freitag, verteidigt. Er wollte damit nicht den Jargon der Nazis verharmlosen, sondern lediglich auf die Dringlichkeit einer friedlichen Lösung aufmerksam machen.
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