Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, dass im Oktober 2008 knapp 8.000 Kinder weniger als im Vorjahresmonat geboren wurden. Auf diesen Bericht reagiert nun das Bundesfamilienministerium mit seiner optimistischen Sichtweise.
Diese Entwicklung würde die Botschaft der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) relativieren, sie sprach ursprünglich von einer Trendumkehr in den Kreissälen, so hiess es im "Spiegel".
Ein Ministeriumssprecher teilte am Samstag mit, bei den Zahlen für den Monat Oktober handle es sich nur um "eine Momentaufnahme in der Jahresstatistik". In vier Monaten des Jahres 2008 wurden, nach bisherigen Erkenntnissen, weniger Kinder geboren als im Vorjahreszeitraum. Mehr Geburten gab es allerdings in sechs Monaten.
Ausserdem seien hohe Unterschiede in der Geburtenstatistik der einzelnen Monate durchaus typisch. Ursula von der Leyen beichtete Anfang Februar von einer Prognose, nach der in Deutschland 2008 rund 690.000 Kinder zur Welt kamen, das sind etwa 5.000 mehr als im Vorjahr.
Sie sieht die Ursache für diesen Trend, der seit 2007 beobachtet werden kann, auch in der Familienpolitik der Bundesregierung.
Die Ministerin stützte sich "auf die aktuellst verfügbaren Zahlen für das Jahr 2008 sowie auf die offizielle Schätzung des Statistischen Bundesamtes", teilte das Ministerium mit. Auch angesichts der neuen Zahlen bleibe das Bundesfamilienministerium dabei, das Klima für Familien in Deutschland wäre deutlich besser geworden.
(kgr / dpa)

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