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9. April 2010, 09:00 Uhr
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Great Barrier Reef

Frachterunglück: Kurskorrektur verschlafen?

Das grösste Meeresschutzgebiet der Welt, das Great Barrier Reef vor Australien, wird weiterhin von einer Ölpest bedroht. Der chinesische Eigner des Frachters, der auf einer Korallenbank festsitzt, widersprach nun den Behörden, wonach er sie zu spät über das Unglück informiert habe.
Frachterunglück: Kurskorrektur verschlafen?
Frachterunglück: Kurskorrektur verschlafen?
Quelle: ddp / Maritime Safety Queensland
Das Kohletransportschiff lief vor sechs Tagen am Great Barrier Reef auf Grund, nun äusserte sich erstmals der Eigner des Frachters. Die Behörden hatten der Besatzung des Schiffes vorgeworfen, das Unglück erst zwei Stunden später zu melden. Dem widersprach nun die Eignerfirma Shenzhen Energy Transport: "Die 'Shen Neng 1' lief am 3. April um 17.05 Uhr auf Grund. Das wurde um 17.10 Uhr dem australischen Zentrum für Rettungskoordination gemeldet."

Kurskorrektur verschlafen?

Die Firma gab aber gleichzeitig zu, dass die Besatzung des Schiffes es versäumt hatte, eine Kurskorrektur vorzunehmen. Die australische Polizei untersucht derzeit die Hintergründe des Unglücks. Laut Medienberichten könnte ein Nickerchen des Verantwortlichen auf der Brücke für das Unglück ursächlich sein. Firmenchef Hu Wei wies darauf hin, dass Shenzhen Energy Transport normalerweise daran gelegen sei, "die Gefährdung von Lebewesen und die Verschmutzung der Umwelt zu vermeiden".

Öl wird abgepumpt

Unterdessen wird der Kraftstoff des Frachters, rund 950 Tonnen Öl, abgepumpt. Vier Tonnen waren bereits in das Meer geflossen, konnten durch den Einsatz von Chemikalien aber rasch zersetzt werden. Ein Auseinanderbrechen des Rumpfen wird zurzeit nicht mehr befürchtet. (hkn / dpa)
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