"Wenn die Union dieses Projekt aufgibt, werden wir nicht im Wege stehen." Die Union müsse eine klare Entscheidung treffen. "Wenn wir die Frauenerwerbstätigkeit erhöhen und die Rückkehr von Frauen in den Beruf erleichtern wollen, sollten wir nicht die Betreuung von Kindern zu Hause vergüten, sondern den Ausbau von Kita-Plätzen fördern."
Merkel: Entscheidung steht
Am Montag verkündete die Kanzlerin über Regierungssprecher Steffen Seibert, dass sie trotz der Kritik in den eigenen Reihen an der Koalitionsvereinbarung festhält. "Die politische Entscheidung in der Koalition ist gefallen", sagte Seibert. Die Regierung stehe zum Beschluss von CDU, CSU und FDP vom vorigen November. Es stehe Eltern frei zu wählen, wie die Betreuung ihrer Kinder bis zum dritten Lebensjahr aussehen soll.
Die Entscheidung für oder gegen das Betreuungsgeld wurde zuletzt immer hitziger geführt. Vor allem innerhalb der Union war keine klare Linie erkennbar. Inzwischen haben 24 CDU-Abgeordnete ihre Ablehnung gegen die Sozialleistung angekündigt. Die CSU will die Koalitionsabsprachen jedoch einhalten.
(gth / dpa)

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