Eine WWF-Expedition hat in einem unberührten Stück Regenwald eine neue Affenart entdeckt. Die Tiere mit einer deutlich roten Färbung gehören zur Gattung Callicebus, der sogenannten Springaffen. "Die Spezies weist eine ganz andere Färbung auf als die bereits bekannten Arten. Sie wurde auf einem zwischen zwei Flüssen liegenden Areal gefunden. Es scheint so, als wirken die Flüsse und ihre Seitenarme als natürliche Barriere, die die verschiedenen Springaffen der Region voneinander trennen", erklärte Hernán Gutiérrez, Lateinamerika-Referent des WWF Deutschland.
Andere bedrohte Arten wurden entdeckt
Zunächst war noch unklar gewesen, ob es sich tatsächlich um eine Neuentdeckung handele, teilte die Umweltorganisation mit. Nach gründlicher Analyse aller gesammelten Daten durch den Biologen Júlio Dalponte könne man dies mittlerweile jedoch mit großer Sicherheit bestätigen. Die Expeditionsteilnehmer konnten außerdem Spuren bedrohter Arten wie etwa des Jaguars, des Riesengürteltiers oder des Riesenotters nachweisen. Auch ein Sittich, der zuvor nur aus Kolumbien bekannt war, wurde bei der Expedition entdeckt.
(jak)

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