Im Jahr 2010 wurden in der Europäischen Union 5,4 Millionen Babys geboren. In Deutschland waren es im Schnitt lediglich 8,3 Kinder je 1000 Einwohner die in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblickten, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Brüssel mit. Da zur gleichen Zeit 10,5 pro 1000 Menschen starben, ging auch die Bevölkerungszahl in Deutschland zurück. Sie schrumpfte um 50.000 auf 81,75 Millionen Einwohner.
Einwohnerzahlen in der EU sind weiter gestiegen
Für den meisten Nachwuchs sorgten, wie in den Jahren zuvor, die Iren - 16,5 pro 1000 Einwohner. Es folgten Grossbritannien (13,0), Frankreich (12,8), Zypern (12,4) und Schweden (12,3). Ausser Deutschland gehören auch Lettland (8,6), Ungarn (9,0), Italien (9,3), Österreich (9,4), Portugal (9,5) und Malta (9,6) zu den Staaten, in denen vergleichsweise wenig Kinder geboren wurden. Die Bevölkerungszahlen in der EU sind weiter gestiegen. In der EU lebten Eurostat zufolge im Januar dieses Jahres 502,5 Millionen Menschen. Das sind 1,4 Millionen mehr als im Vorjahr. Dieser Zuwachs ist auf 900 000 Zuwanderer zurückzuführen und auf die Tatsache, dass 500 000 Menschen mehr geboren wurden als starben.
(jak / dpa)

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