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8. Februar 2010, 13:26 Uhr
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Studie

Ethnische Diskriminierung bei Stellenvergabe

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt werden laut einer Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) Bewerber mit türkischem Namen deutlich benachteiligt. Bei gleicher Qualifikation, deutscher Staatsbürgerschaft und Deutsch als Muttersprache erhielten sie eine 14 prozentig geringere Chance.
Ethnische Diskriminierung bei Stellenvergabe
Ethnische Diskriminierung bei Stellenvergabe
Quelle: ddp / Pierre-Philippe Marcou
Bei kleineren Unternehmen tritt die Diskrepanz zwischen türkischem und deutschem Bewerber noch deutlicher hervor: Hier erhielten die Personen mit türkischem Namen mit einer Wahrscheinlichkeit von 24 Prozent keine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Türkischer Migrationshintergrund als Ausschlusskriterium

Obwohl die fiktiven Bewerber ähnliches Wissen, ähnliche Fähigkeiten, Qualifikationen und Referenzen vorwiesen, wurden diejenigen, die einen deutschen Namen hatten, eher vom Unternehmen eingeladen.

Dass bei kleineren Unternehmen die Chancen für Bewerber mit Migrationshintergrund schlechter als bei grossen bestehen, führen die Wissenschaftler auf den Umstand zurück, dass grosse Firmen eher standardisierte Richtlinien bei der Stellenvergabe haben.

Feldversuch der Universität Konstanz

Die Studie wurde von Forschern der Universität Konstanz angefertigt. Sie erstellten 1.000 fiktive Bewerbungen und ordneten ihnen zufällig einen deutschen oder einen türkischen Namen zu. Die gleichwertigen Bewerbungen wurden dann an Praktikumsstellen für Wirtschaftsstudenten verschickt. Die Wissenschaftler räumen ein, dass in Branchen, wo weniger Personalbedarf besteht, wohl auch stärker diskriminiert wird.

"Weniger" Diskriminierung als in anderen Ländern

Im internationalen Vergleich werden Bewerber in Deutschland noch recht gleichwertig behandelt. In den USA, Grossbritannien oder Schweden litten ethnische Minderheiten häufiger unter Diskriminierung als in Deutschland. (hkn / ddp)
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Ein Kommentar
  1. Philippos Vassiliadis schreibt:
    5. Mai 2010, 17:16 Uhr

    hallo. sehr interessant, könnte ich eventuell die Studie haben? ich würde sie mir gern durchlesen. vielen dank im voraus

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Ethnische Diskriminierung bei Stellenvergabe
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt werden laut einer Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) Bewerber mit türkischem Namen deutlich benachteiligt. Bei gleicher Qualifikation, deutscher Staatsbürgerschaft und Deutsch als Muttersprache erhielten sie eine 14 prozentig geringere Chance.
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