
Ethnische Diskriminierung bei Stellenvergabe
Quelle: ddp / Pierre-Philippe Marcou
Türkischer Migrationshintergrund als Ausschlusskriterium
Obwohl die fiktiven Bewerber ähnliches Wissen, ähnliche Fähigkeiten, Qualifikationen und Referenzen vorwiesen, wurden diejenigen, die einen deutschen Namen hatten, eher vom Unternehmen eingeladen.
Dass bei kleineren Unternehmen die Chancen für Bewerber mit Migrationshintergrund schlechter als bei grossen bestehen, führen die Wissenschaftler auf den Umstand zurück, dass grosse Firmen eher standardisierte Richtlinien bei der Stellenvergabe haben.
Feldversuch der Universität Konstanz
Die Studie wurde von Forschern der Universität Konstanz angefertigt. Sie erstellten 1.000 fiktive Bewerbungen und ordneten ihnen zufällig einen deutschen oder einen türkischen Namen zu. Die gleichwertigen Bewerbungen wurden dann an Praktikumsstellen für Wirtschaftsstudenten verschickt. Die Wissenschaftler räumen ein, dass in Branchen, wo weniger Personalbedarf besteht, wohl auch stärker diskriminiert wird.
"Weniger" Diskriminierung als in anderen Ländern
Im internationalen Vergleich werden Bewerber in Deutschland noch recht gleichwertig behandelt. In den USA, Grossbritannien oder Schweden litten ethnische Minderheiten häufiger unter Diskriminierung als in Deutschland.
(hkn / ddp)

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Philippos Vassiliadis schreibt:
5. Mai 2010, 17:16 Uhr
hallo. sehr interessant, könnte ich eventuell die Studie haben? ich würde sie mir gern durchlesen. vielen dank im voraus