Kaum ein anderes Klassik-Event in der jüngsten deutschen Geschichte besitzt einen derart hohen Stellenwert wie die Bayreuther-Festspiele. Bereits bei seiner ersten Ausrichtung 1876 strömte die weltliche Prominenz zu den Inszenierungen des Richard Wagner und bis heute hat die Wertschätzung der Festspiele angehalten. Doch statt des Kaiser wird Bundeskanzlerin Merkel die Veranstaltung mit ihrer Anwesenheit beehren, die weltliche Prominenz hingegen wird sich auch in diesem Jahr die Klinke in die Hand geben. Karten für das begehrte Event zu erhalten grenzt schon fast an Unmöglichkeit, schliesslich gilt es als einzigartige Referenz dort als Gast gesehen zu werden.
Wagner-Festspiele erstmals unter der Regie von Katharina und Eva Wagner
Trotz aller Traditionen wird es in diesem Jahr eine Neuerung geben. Erstmals werden die Bayreuther-Festspiele unter der Verantwortung von Katharina und Eva Wagner veranstaltet. Die Bewahrung der Familientradition trägt natürlich seinen Anteil daran, dass der Mythos Wagner-Festspiele nie an Glanz verloren hat. Heute werden sie mit einer von Christoph Marthalers inszenierten Fassung von "Tristan und Isolde" feierlich eröffnet.
(riw)

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