Gezielte Sucharbeiten legten den Blindgänger frei. Der Sprecher der Feuerwehr Martin Schneider erklärt: "Es handelte sich um eine 500 Pfund schwere britische Fliegerbombe, die mit einem Kopfzünder bestückt war".
Erfolgreiche Entschärfung
Die Bombe konnte durch den Sprengmeister entschärft werden, ihre Hülle war beim Aufprall aufgeplatzt. In der Zeit der Entschärfung war die Umgebung in einem Umkreis von 300 Metern gesperrt. Betroffen waren der Petroleumhafen und die südliche Hälfte der Elbe.
Am 18. Februar war auf dem gleichen Areal ein besonders brisanter Blindgänger entdeckt worden, der eine Entschärfung nicht zuliess. Die Bombe war nicht nur mit einem besonders gefährlichen Säurezünder, sondern auch mit einer Art Sprengfalle ausgestattet, so dass sie gesprengt werden musste.
Noch bis zu 3.000 Blindgänger
Die Gegend in Waltershof gehört zu einem der im Krieg besonders stark bombardierten Hafenbereiche. Die Kampfmittelräumer rechnen damit, dass noch weitere Blindgänger entdeckt werden. In Hamburg gab es im Zweiten Weltkrieg 242 Luftangriffe, bei denen von den Alliierten etwa 107.000 Sprengbomben abgeworfen wurden. Zwischen 2.000 und 3.000 Blindgänger werden von Experten in der Erde der Hansestadt vermutet.
(kgr)

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