Am Donnerstag hatte das sächsische Umweltministerium berichtet, dass in einer Papierfabrik in Eisenhüttenstadt Strahlenalarm ausgelöst worden war. Es schien, als sei radioaktiv verseuchter Müll der Deponie Cröbern als Brennstoff an die Fabrik geliefert worden. Nun äußerte das Landesamt für Arbeitsschutz in Potsdam eine einfache, wenn auch skurrile Erklärung für den Alarm. Er sei möglicherweise durch eine Windel ausgelöst worden. Einige Schilddrüsenerkrankungen werden mit Jod 131 behandelt, was leicht radioaktiv ist. Ein Teil davon wird durch den Urin wieder ausgeschieden. So gelangte das Jod vermutlich in die Deponie.
Ein Mitarbeiter ist derzeit auf der Suche nach der Windel, denn erst wenn diese gefunden ist, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Erklärung richtig ist.
(mas)


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