
Zum Gedenken an die Opfer die am 24. Juli 2010 bei der Duisburger Loveparade ums Leben kamen, wurde damals ein Meer von Kerzen aufgestellt. Nach der Abwahl von Oberbürgermeister Sauerland hoffen Betroffene nun auf einen Neuanfang.
Quelle: dapd/ Sascha Schuermann
Ein neuer Anfang
Eine junge Frau, die 2010 bei der Katastrophe auf der Duisburger Loveparade zugegen war, sagte dem ZDF, nun sei die Möglichkeit für einen Neuanfang gegeben. Der Sprecher der Bürgerinitiative "Neuanfang für Duisburg", Theo Steegmann sprach am Montagmorgen im ARD-Morgenmagazin von politischer Genugtuung. "Die Bürger Duisburgs können stolz darauf sein, was sie erreicht haben", sagte Steegmann über den Erfolg der Initiative.
Deutliche Mehrheit gegen Sauerland
Bei der Abstimmung über den Antrag der Bürgerinitiative zur Abwahl Sauerlands stimmten am Sonntag nach Angaben der Stadt Duisburg vom Sonntagabend eine deutliche Mehrheit gegen den amtierenden Oberbürgermeister. Die 91.250 Stimmen, die für eine Abwahl erforderlich sind wurde mit 129 833 Wählerstimmen für den Antrag deutlich übertroffen. Die Debatte um die Neuwahl des Oberbürgermeisters könne nun "positiv" geführt werden, sagte Steegmann. Ein Nachfolger für den Oberbürgermeister muss nun innerhalb von sechs Monaten gewählt werden. Sauerland selbst zeigte sich über das Ergebnis der Wahl betroffen. Als Reaktion auf die Abtrittserklärung des Duisburger Oberbürgermeisters sagte Steegmann: "Der Mann hat den Bezug zur Realität verloren."
Mitteilung der Stadt zum Ergebnis
(kwu / dpa)

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