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4. August 2010, 10:34 Uhr
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Mexiko

Drogenkrieg: Bereits 28.000 Tote in Mexiko

Der Drogenkrieg in Mexiko hat bereits 28.000 Menschen das Leben gekostet. Das teilte der Direktor des Zentrums für Investigation und Nationale Sicherheit (Cisen) mit. Die Bekämpfung der Drogenkartelle durch die Polizei habe viele neue Banden entstehen lassen, die sich nun gegenseitig bekämpfen.
Mexikanische Bundespolizisten am Fundort mehrerer Leichen.
Quelle: dpa
Die Zahl ist alarmierend, nach neuesten Erkenntnissen der Cisen, sind im mexikanischen Drogenkrieg seit Ende 2006 rund 28.000 Menschen ums Leben gekommen. Das sind 3.000 Tote mehr, als bisher angenommen. Die mexikanischen Drogenkartelle werden seit dem Amtsantritt von Präsident Filipe Calderon gezielt von der Polizei bekämpft.

Wie der Cisen-Direktor mitteilte, habe die Gewalt durch die organisierte Kriminaliät beständig zugenommen. Den Kartellen seien zwar durch die Sicherheitskräfte schwere Schläge zugefügt worden, allerdings seien dadurch auch viele neue Gruppen entstanden, die sich nun gegenseitig bekämpfen.

Insgesamt 963 gewaltsame Zwischenfälle mit mehreren Toten habe der Cisen bereits gezählt, 34.700 Fahrzeuge und 84.000 Waffen seien im Zeitraum seit Ende 2006 konfisziert worden. Die Behörden hätten zudem umgerechnet rund 340 Millionen Euro beschlagnahmt und jedes Jahr 29 Tonnen Kokain, 6.000 Tonnen Marihuana und eine Tonne Heroin sichergestellt. (kat / dpa)
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