Der europäische Luftraum ist in Teilen seit Donnerstag gesperrt und behindert seither massiv den internationalen Flugverkehr. Urlaubs- und Geschäftsreisende sowie Cargo Transporte hängen weltweit fest. Die Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber drängen auf die Wiedereröffnung des Luftraumes und klagen über Schäden in Millionenhöhe. Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung bekräftigte, dass die Asche des islandischen Vulkans am Eyjafjalla-Gletscher nach wie vor gefährlich für Flugzeuge sei.
Mehrere Fluggesellschaften fordern die Aufhebung des Flugverbotes. Manager und Piloten betonen, dass Testflüge problemlos verlaufen seien. In Österreich sind seit heute Morgen um fünf Uhr wieder Flüge möglich. Die Deutsche Flugsicherung verweist auf internationale Vorschriften zu Vulkansausbrüchen und erhält Rückendeckung von Politikern und Meteorologen. Zum einen spuckt der Vulkan weiter Asche, zum anderen, so Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Sonntagabend in München: "Sicherheit muss höher gewichtet werden als Geschäftsinteressen. ... Solange noch Zweifel an der Sicherheit des Luftverkehrs bestehen, werde ich keine Flugfreigabe erteilen."
Internationale Abstimmung gefordert
Die EU-Verkehrsminister wollen per Videokonferenz über eine einheitliche Linie beraten. Deutsche Flughäfen fordern internationale Abstimmungen: "Es ist dringend erforderlich, dass europaweit geltende Lösungen gefunden werden. Die deutschen Flughäfen erwarten von den europäischen Verkehrsministern, dass sie sich umgehend auf einheitliche Verfahren bei der Sperrung des Luftraums verständigen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel.
Derzeit hält eine stabile Wetterlage die Asche aus Island in rund 8000 Metern Höhe über grossen Teilen Europas. Schätzungen zufolge könnte es bis zu einer Woche dauern, ehe ein regulärer Flugverkehr wiederhergestellt ist. Reiseinde müssen sich weiterhin in Geduld üben.
(bpc / dpa)

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