Die Globalisierungskritiker vom Netzwerk Attac hatten zu der Demonstration in Sapporo, der Hauptstadt der Inselprovinz Hokkaido, aufgerufen und rund 5.000 Menschen folgten diesem Ruf. Am Rande der Demonstration kam es zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei, in dessen Verlauf vier Menschen festgenommen wurden.
Beim am Montag beginnenden G8-Gipfel wollen die Staats- und Regierungschefs zu einer dreitägigen Beratung zusammentreffen. Die Proteste richten sich vor allem gegen das fehlende Verantwortungsbewusstsein der führenden Industrienation: „Die Folge sei, dass es unvermindert Diskriminierung, Krieg und Umweltzerstörung gebe. Die G8-Länder sind die größten Waffenexporteure der Welt und wenn sie sich treffen, arbeiten sie nicht an der Schaffung von Frieden«, klagte Yohko Hosoya, eine 59- jährige Hausfrau und Friedensaktivistin. (dpa)
Etwas Aufregung gab es um die grotesken Auflagen der Behörden, so mussten die Teilnehmer des Demonstrationszuges in Reihen zu vier Menschen nebeneinander laufen. Der Verkehr in der japanischen Großstadt sollte von der Demonstration nicht beeinflusst werden, so hatten die Teilnehmer an roten Ampeln zu halten, was wiederum zu einer Aufsplitterung beitrug. (riw)

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