Laufzeitverlängerung
CSU will alle Atommeiler prüfen
Heute Abend beginnen die Verhandlungen im Kanzleramt über längere Laufzeiten für Atomkraftwerke gemeinsam mit den Betreiberkonzernen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Die CSU stellt Bedingungen für Laufzeitverlängerungen.
CSU will alle Atommeiler prüfen
Quelle: dpa
Längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke in Deutschland seien nur möglich, wenn alle 17 Anlagen vorher einem ergebnisoffenen Test unterzogen würden, mahnte der CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel in der "Frankfurter Rundschau". Vor den Verhandlungen der Bundesregierung mit den großen Energiekonzernen stellte er so die Position der CSU gegenüber Laufzeitverlängerungen klar. Jeder Atomreaktor müsse eine technische Prüfung genauso bestehen wie einen Sicherheitstest. Sei etwa ein Atomkraftwerk nicht so auszurüsten, dass es einen Absturz eines grösseren Flugzeuges überstehe, so müsse er stillgelegt werden.
Kernenergie als Verhandlungssache?
Göppel sagte weiterhin, dass eine längere Laufzeit als zehn Jahre nicht ermöglicht werden sollte. Die schwarz-gelbe Regierung einigte sich in ihrer Koalitionsvereinbarung darauf, über Laufzeitverlängerungen mit den Energiekonzernen verhandeln zu wollen. Ursprünglich sollten die letzten Atomreaktoren im Jahr 2022 vom Energienetz gehen. Atomkraftgegner verurteilten die neuen Verhandlungen: "Sicherheit darf nicht zum Verhandlungsgegenstand werden. Risiken sind nicht käuflich", sagte Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt".
(hkn / dpa)
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